Diese Frage stellte Fabian Reinhard am 22. Info Sprint des Vereins OneGov.ch an den Anfang seines Referats.
Die digitale Planauflage stellt Gemeinden vor besondere Herausforderungen: Baugesuche müssen öffentlich zugänglich sein, gleichzeitig gilt es, den Datenschutz sicherzustellen. Und nach Ablauf der Auflagefrist müssen die Dokumente aus Gründen der Datensparsamkeit wieder gelöscht werden.
Wie lässt sich unter diesen Voraussetzungen die Nachvollziehbarkeit sicherstellen? Die Lösung kombiniert verschiedene Technologien:
- SMS-Zugriffsschutz schützt die Unterlagen vor unberechtigtem Zugriff.
- Audit Trail dokumentiert die Publikation, Änderungen und Löschung.
- Kryptographische Hashes bilden einen digitalen Fingerabdruck des gesamten Dossiers. Bereits kleinste Änderungen werden erkennbar.
- Elektronische Siegel mit qualifiziertem Zeitstempel sichern Herkunft, Integrität und zeitlichen Bezug der digitalen Belege.
Auch Blockchain wäre technisch eine mögliche Lösung. Doch braucht es diese überhaupt? Die Zuständigkeiten sind bereits klar geregelt und die Herkunft der Dokumente lässt sich mit elektronischen Siegeln absichern.
Die wichtigste Erkenntnis: Eine rein technische Lösung gibt es nicht. Ob beispielsweise Dokumente tatsächlich während der gesamten Auflagefrist erreichbar waren, lässt sich nicht lückenlos beweisen. Vertrauen lässt sich nicht durch Algorithmen ersetzen.
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