28.06.2010

Cloud Computing

Die nächste digitale Revolution steht an: Cloud Computing. Anwendungen und Daten sind nicht mehr auf einem lokalen Rechner gespeichert, sondern sind in entfernten Systemen verteilt. Basis bildet ein schnelles Netzwerk, der Zugriff auf die Applikationen erfolgt über Standart-Clients wie Webbrowser.

Damit schliess sich der Kreis: In den frühen Tagen der Informatik lief Software auf sogenannten zentralen Mainframes, danach kamen die PCs womit Software dezentral auf einzelnen Arbeitstationen installiert wurde. In Zeiten der Mobile Devices findet nun die Software mehr und mehr zurück auf zentrale Server.

Cloud Computing hat das Potential die IT-Welt nachhaltig zu verändern:

  • Clientseitig: mobile devices werden immer wichtiger (vgl. IPhone) und der Webbrower wird zum eigentlichen Standart-Client mit welchem sich eine Vielzahl von Webapplikationen bedienen lässt.
  • Serverseitig: Rechenleistung wird nicht mehr auf lokalen Server bereitgestellt, sondern wird eingekauft. Die Zeiten in welchen man für Software einen Rechner (Server) aufstellen musste sind damit vorbei. Datacenters sind eigentliche Rechenleistungs-Kraftwerke. Damit wird Rechenleistung - wie Strom - aus der Steckdose bezogen. Bereits der Begriff Server-Farm zeigt ja, dass da ein Rohstoff – in diesem Falle Rechenleistung - produziert wird

Wenn Software zum Service – also nicht mehr lokal auf einem PC installiert werden muss - so könnte das der Tod traditioneller clientseitiger Programme sein. Exemplarisch dafür wäre Microsoft Office welches durch das webbased Google Docs bedrängt wird.

Natürlich sind auch wir im Cloud Computing angekommen. Aktuell entwickeln wir zum einen ein Lead-Management- Tool für eine renommierte Bank. Die Software wird voll webbased sein, das heisst es muss keine clientseitige Software mehr installiert werden. Zum anderen schliessen wir gerade ein Projekt ab, welches ein Software-Aktivierungs-Portal mit Webservice-Schnittstelle (SOAP) bereitstellt.

Die Vorteile solcher Lösung sind offensichtlich:

  • keine komplizierten Installationen auf den Client-PCs
  • grössere Flexibilität, da Anpassungen ausschliesslich auf dem Server gemacht werden müssen
  • Zugriff auf das Tool von jedem Arbeitsplatz über Webbrowser

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